Der gesetzliche Gesundheitsfonds ist zwei Monate nach seiner Einführung weiter unter Beschuss. Kritisiert wird im Moment vor allem die Regelung, dass es für bestimmte Krankheitsbilder einen erhöhten Zuschuss aus dem Gesundheitsfonds gibt.
Um möglichst viel aus dem gesetzlichen Topf zu erhalten, zahlen Krankenkassen im Moment Prämien an die angeschlossenen Ärzte, wenn diese eine entsprechende Diagnose stellen. Oder eine bisher gestellte Diagnose leicht abwandeln, damit diese den gesetzlichen Anforderungen entspricht, um einen höheren Zuschuss zu erreichen.
Zwar kritisiert Frau Ulla Schmidt dieses Vorgehen öffentlich und fordert die gesetzlichen Krankenkassen wie auch Ärzte auf dies zu unterlassen. Doch möchte ein Arzt seinen Finanzen etwas aufbessern, gibt es wohl im Moment keine einfachere Möglichkeit als eine Diagnose etwas anzupassen und dann die Prämie der Krankenkasse zu erhalten.
Um dies zu unterbinden sollte man schnell eine Möglichkeit finden, sowohl den Arzt wie auch die Krankenkasse zu bestrafen. Denn im Sinne des Erfinders ist diese Vorgehen natürlich nicht, zeigt wohl aber wieder einmal die Selbstbedienungsmentalität deutscher Unternehmensvorstände. In diesem Fall mal nicht die Banker sondern eben die Chefs der Krankenkassen.
Es bleibt abzuwarten ob Frau Schmidt vor der anstehenden Wahl im September noch aktiv werden wird. Wir halten Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden.
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