Am 17. Dezember hat nun auch der Bundesrat die neue Gesundheitsreform beschlossen. Das Gesetz tritt zum 31.12.2010 in Kraft und bringt auch eine große Erleichterung beim Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung.

Denn mit dem neuen Gesetz fällt die im Jahr 2007 eingeführte 3-Jahresfrist. In der Vergangenheit musste ein Arbeitnehmer drei Jahre in Folge die Jahresarbeitentgeltgrenze überschreiten, um dann als freiwilliges Mitglied das Wechselrecht zu einer privaten Krankenversicherung zu erhalten.

Ab dem 1. Januar ist nur noch ein Jahr notwendig. Wer also im Jahr 2010 mit seinem Bruttoeinkommen mehr als 49.950 Euro verdient hat, kann ab dem Januar entscheiden, ob er der gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin treu bleibt oder doch lieber das bessere Leistungsniveau einer privaten Krankenversicherung in Anspruch nimmt.

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen werden Ihre Mitglieder voraussichtlich erst Mitte Januar über den Statuswechsel von Pflichtmitglied auf freiwilliges Mitglied informieren. Trotzdem ist ein Versicherungsbeginn zum 01. Januar ohne Probleme möglich, da GKV-Versicherte innerhalb von 2 Wochen ab Zugang des Schreibens die Möglichkeit haben sich rückwirkend zum 1. Januar zu versichern.

Trotz der neu gewonnenen Freiheit, sollte man gut überlegen, ob ein Wechsel von der GKV in die PKV stattfinden soll. Als Familienvater muss man berücksichtigen, dass die PKV keine kostenlose Familienversicherung kennt. So muss man unter Umnständen auch eine Beitragszahlung für Kinder oder die Ehefrau mit einkalkuliert.

Dennoch ist wohl jedem klar, das wenn man die Kosten einmal vernachlässigt, die GKV in Sachen Leistung der PKV nur sehr schwer das Wasser reichen kann.

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