Für gesetzlich Krankenversicherte wird es ab Januar 2011 wieder teurer. Denn der Gesetzgeber hat beschlossen, dass der Beitragssatz nun doch wieder von 14,9% auf 15,5% steigen wird.

Die Änderung tritt zum 01. Januar 2011 in Kraft, so dass die meisten Arbeitnehmer zu Beginn des Jahres etwas weniger Geld von Ihrem Arbeitgeber überwiesen bekommen. Zwar wird im gleichen Reformentwurf die Beitragsbemessungsgrenze von 45.000 Euro auf 44.550 Euro sinken, doch kann dies den Anstieg von 0,6% Prozentpunkten nicht ausgleichen. Zumal nur wirklich hohe Einkommen von der Reduzierung der Beitragsbemessungsgrenze profitieren.

Hier ein paar Zahlenbeispiele:
Durch die Erhöhung steigt der Höchstbeitrag zur GKV auf 575,44 Euro an. Bisher lag der Höchstbeitrag bei 558,75 Euro. Dies entspricht einer prozentualen Erhöhung von 2,99%.

Hinzu kommt ja noch der Beitrag für die Pflegeversicherung in Höhe von 72,39 Euro bzw. 81,68 Euro für Kinderlose, ab Vollendung des 23. Lebensjahr.

Ein gutverdienender Single ohne Kinder bezahlt ab Januar 2011 für den gleichen Versicherungsschutz immerhin sage und schreibe 657,12 Euro.

Unberücksichtigt bei dieser Höchstbeitragsberechnung ist ein eventueller Zusatzbeitrag der Krankenkasse. (Der Zusatzbeitrag ist ab 2011 nicht mehr wie bisher auf 1% des beitragspflichtigen Bruttoeinkommens begrenzt.)

Überschreitet dieser oben genannte Single im Jahr 2010 oder 2011 erstmals die Jahresarbeitsentgeltgrenze so hat er nun schon die Möglichkeit nach einem Jahr in die private Krankenversicherung zu wechseln, da zum Januar 2011 die 3-Jahresfrist aus dem Jahre 2007 wieder abgeschafft wurde.

Alles in allem geht der Trend im deutschen Gesundheitswesen unaufhaltsam weiter. Die Kosten steigen von Jahr zu Jahr, die Leistungen bleiben auf gleichen Niveau oder werden teilweise sogar reduziert. Da stellt sich vielen doch die Frage, wo das Ende soll. Eine Antwort muss man ohne Glaskugel jedoch schuldig bleiben.

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