Die Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit sollte nicht unterschätzt werden. Stellen Sie sich einmal vor, Sie verlören Ihren Job, weil Sie ihn aufgrund einer Krankheit nicht mehr ausüben können. Dann sind Sie vermutlich auch nicht in der Lage, ähnliche Stellen bei anderen Firmen anzunehmen. Meist bleibt in einem solchen Fall nur ein ganz anderer Job, in den man dann als ungelernter Arbeitnehmer einsteigen muss. Die fatale Folge davon: Weit weniger Gehalt als früher, sodass der bisherige Lebensstandard kaum fortzuführen ist.

Oft ist es aber auch so, dass die Arbeitnehmer nach schweren Unfällen gar nicht mehr arbeiten können – schon gar nicht in den schlechter bezahlten Jobs der Ungelernten, die meist auch noch viel mehr Körpereinsatz bei der Arbeit fordern. Wer dann noch einen Ehepartner hat, der unterstützend zur Seite steht, kann von Glück sagen. Wer allein lebt, ist nun auf staatliche Hilfe angewiesen und die fällt bekanntermaßen nicht gerade üppig aus.

Auch wenn der Betroffene ein paar Ersparnisse – zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto hat – so werden diese bald aufgebraucht sein und die Ansprüche würden gewaltig nach unten korrigiert werden müssen. Auch nicht risikofreudige Menschen können in eine solche Lage geraten, denn nicht nur durch einen Unfall, sondern auch durch eine psychische Erkrankung, etwa ausgelöst durch das Burnout-Syndrom, kann das Arbeitsleben nicht mehr ausführbar sein.

Wer für den Fall der Arbeitsunfähigkeit vorgesorgt hat, hat hier deutlich bessere Karten. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die bei eingetretenem Ernstfall für die finanzielle Versorgung aufkommt ist man aber nur dann wirklich auf der sicheren Seite, wenn man so vorsorgt, dass später auch ein monatlicher Betrag ausgezahlt wird, der sich mit dem vorherigen Gehalt messen lässt. Nur so kann der Lebensstandart einigermaßen aufrecht erhalten werden.

Das Beibehalten eines gewissen finanziellen Standards ist wirklich wichtig, denn schließlich sind die Begleitumstände einer physischen und psychischen Berufsunfähigkeit schon unangenehm genug. Muss sich der Betroffene dann auch noch im täglichen Leben einschränken, so verliert das Leben doch oft erheblich an Qualität. Wichtig ist hier aber, dass hier keine Mini-Renten abschlossen werden, die unter dem staatlichen Niveau der Grundsicherung liegen.

Je nachdem, wie jung der Patient ist und wie das Krankheitsbild ausfällt, hat er vielleicht dennoch Träume die er jetzt oder später verwirklichen möchte. Apropos später: Mit Eintritt ins Rentenalter wird die private Berufsunfähigkeitsrente nicht weiter ausgezahlt, da nun ja die Rente greifen sollte. Wer als Betroffener aber aufgrund einer zu niedrig gewählten BU-Rente seine Altersvorsorge vernachlässigen musste, schlittert nun spätestens hier in die Armut.

Comments Off

Comments are closed.