In Sachen Kreditberatung passt leider die Werbung vieler Filialbanken nicht zum Urteil der Fachzeitschrift Finanztest. In der Werbung heißt es immer so schön, „Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen“ oder „Bei uns stehen nur Sie im Mittelpunkt“.

Die Tester von Finanztest kamen da leider zu einem ganz anderen Ergebnis. Denn im Falle der Kreditberatung wird von den Filialbanken sehr schlecht beraten und in vielen Fällen wird dem Kunden nicht einmal ein ordentliches schriftliches Angebot unterbreitet. Die EU-Standardinformationen, mit denen ein Kunde die Kreditangebote einfacher vergleichen kann wurden meist auch nicht ausgehändigt! Und oftmals wurde bei der Schufa mit dem falschen Merkmal oder ohne Kenntnis des Kunden angefragt!

Vielleicht lag es daran, dass die Tester von Finanztest nur nach einem Kredit in Höhe von 4.000 Euro gefragt haben und den Mitarbeitern der einzelnen Banken der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag einfach zu gering erschien?

Interessant wäre also zu beurteilen, ob der Test auch bei einer Kreditanfrage über einen Betrag von 40.000 Euro genauso schlecht ausgefallen wäre.

Doch egal welches Ergebnis dann auf den Zetteln der Testern stehen würde, das aktuelle Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht der Verbraucherschützer und natürlich auch des Verbrauchers selbst.

Wer mit einem Kreditanliegen zu seiner Hausbank oder auch einer neuen Bank geht, möchte das Gefühl haben, dass man sich seinem Anliegen ernsthaft annimmt und dass man eine ordentlich Beratung erhält und alle Informationen, die für den Vertragsabschluss und die kommende Vertragsbeziehung wichtig sind.

Denn wer sich verschuldet ist meist in einer schwierigen finanziellen Situation und benötigt eigentlich Hilfe und keine zusätzliche Ausbeutung!

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Seit Jahren stehen die gesetzlichen Krankenkassen im Wettbewerb mit den Tarifen der privaten Krankenversicherung. Beide Systeme haben Ihre Vorteile und auch Nachteile.

Im Bereich der Leistungen hat die private Krankenversicherung jedoch schon seit Jahren die Nase weit vorn. Denn in Deutschland privat versicherte Personen können sich auf eine hervorragende medizinische Versorgung verlassen und das häufig auch noch zu wesentlich günstigeren Prämien.

Die Unterschiede beider Systeme werden in der nachfolgenden Grafik sehr schon gegenübergestellt.

Quelle: Tarifcheck24.de

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Die Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit sollte nicht unterschätzt werden. Stellen Sie sich einmal vor, Sie verlören Ihren Job, weil Sie ihn aufgrund einer Krankheit nicht mehr ausüben können. Dann sind Sie vermutlich auch nicht in der Lage, ähnliche Stellen bei anderen Firmen anzunehmen. Meist bleibt in einem solchen Fall nur ein ganz anderer Job, in den man dann als ungelernter Arbeitnehmer einsteigen muss. Die fatale Folge davon: Weit weniger Gehalt als früher, sodass der bisherige Lebensstandard kaum fortzuführen ist.

Oft ist es aber auch so, dass die Arbeitnehmer nach schweren Unfällen gar nicht mehr arbeiten können – schon gar nicht in den schlechter bezahlten Jobs der Ungelernten, die meist auch noch viel mehr Körpereinsatz bei der Arbeit fordern. Wer dann noch einen Ehepartner hat, der unterstützend zur Seite steht, kann von Glück sagen. Wer allein lebt, ist nun auf staatliche Hilfe angewiesen und die fällt bekanntermaßen nicht gerade üppig aus.

Auch wenn der Betroffene ein paar Ersparnisse – zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto hat – so werden diese bald aufgebraucht sein und die Ansprüche würden gewaltig nach unten korrigiert werden müssen. Auch nicht risikofreudige Menschen können in eine solche Lage geraten, denn nicht nur durch einen Unfall, sondern auch durch eine psychische Erkrankung, etwa ausgelöst durch das Burnout-Syndrom, kann das Arbeitsleben nicht mehr ausführbar sein.

Wer für den Fall der Arbeitsunfähigkeit vorgesorgt hat, hat hier deutlich bessere Karten. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die bei eingetretenem Ernstfall für die finanzielle Versorgung aufkommt ist man aber nur dann wirklich auf der sicheren Seite, wenn man so vorsorgt, dass später auch ein monatlicher Betrag ausgezahlt wird, der sich mit dem vorherigen Gehalt messen lässt. Nur so kann der Lebensstandart einigermaßen aufrecht erhalten werden.

Das Beibehalten eines gewissen finanziellen Standards ist wirklich wichtig, denn schließlich sind die Begleitumstände einer physischen und psychischen Berufsunfähigkeit schon unangenehm genug. Muss sich der Betroffene dann auch noch im täglichen Leben einschränken, so verliert das Leben doch oft erheblich an Qualität. Wichtig ist hier aber, dass hier keine Mini-Renten abschlossen werden, die unter dem staatlichen Niveau der Grundsicherung liegen.

Je nachdem, wie jung der Patient ist und wie das Krankheitsbild ausfällt, hat er vielleicht dennoch Träume die er jetzt oder später verwirklichen möchte. Apropos später: Mit Eintritt ins Rentenalter wird die private Berufsunfähigkeitsrente nicht weiter ausgezahlt, da nun ja die Rente greifen sollte. Wer als Betroffener aber aufgrund einer zu niedrig gewählten BU-Rente seine Altersvorsorge vernachlässigen musste, schlittert nun spätestens hier in die Armut.

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Ein Urlaub – egal, ob es auf Kreuzfahrt geht oder eine Rundreise mit dem eigenen Mietwagen geplant ist – will gut vorbereitet sein. Reisechecklisten privater Blogger helfen dabei, zu entscheiden, welche Utensilien für jede spezifische Region oder Reiseart in den Koffer gehören und Bewertungsportale sind gute Infobringer bezüglich der Qualität diverser Hotels. Über Preisvergleichsseiten lassen sich zudem die günstigsten Angebote finden. Diese Quellen nutzen die meisten Urlauber schon ganz automatisch.

Viele vernachlässigen jedoch unwissentlich die eigene Gesundheit, wenn es ums Reisen geht. Zum einen ist es natürlich wichtig, sich zu informieren, welche Impfungen und andere Gesundheitsvorsorgemaßnahmen für gewisse Regionen empfohlen werden. Zum anderen sollte man unbedingt vorher bedenken, was geschieht, wenn man in der Zeit des Urlaubs oder auch kurz davor erkranken sollte.

Eine Auslandskrankenversicherung beispielsweise sollte jeder Reisende abgeschlossen haben, denn nicht immer zahlt die eigene Krankenkasse einen Arztbesuch oder sogar Krankenhausaufenthalt im Ausland im vollen Umfang. Es kommt ganz darauf an, wohin Sie Ihre Reise führt, ob die Europäische Krankenversicherungskarte gilt. Usus im außereuropäischen Ausland ist es oft, dass Privatrechnungen ausgestellt werden, die direkt in bar zu begleichen sind.

Wer dann eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat, lässt sich einfach die Rechnung geben und reicht diese bei dem Versicherer ein. Tarife gibt es von vielen Anbietern zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Zwecke – je nachdem ob man als Single oder als Familie reist, ob man ein paar Wochen oder gleich mehrere Monate im Ausland bleibt oder ob man geschäftlich oder privat unterwegs ist.

Sinnvoll ist häufig auch eine Reiserücktrittsversicherung, die je nach Tarif nicht nur dann wirksam wird, wenn der Urlauber vor Antritt der Reise plötzlich schwer erkrankt, sondern oftmals auch, wenn ein Familienmitglied krank wird oder ein anderes unangenehmes Ereignis wie Schaden am Eigentum oder der Jobverlust eintritt. Manche Verträge erlauben es auch, den Reisepartner als sogenannte Risikoperson zu definieren, wenn kein Familienverhältnis besteht, sodass auch befreundete Reisepartner nicht allein reisen müssen, wenn der andere aufgrund von Krankheit doch nicht imstande ist, den Urlaub anzutreten.

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Die Nürnberger Lebensversicherung veröffentlichte in einer Pressemitteilung, dass die Überschussbeteiligung für alle Lebens- und Rentenversicherungstarife grundsätzlich auch für das Jahr 2011 auf dem Niveau von 2010 liegen werden.

Trotz schwieriger Marktbedingungen wird die Gesamtverzinsung der Sparanteile für Renten- und Lebensversicherungsverträge weiterhin bei 4,0% liegen. Die Gesamtverzinsung setzt sich aus dem Garantiezins und dem Zinsüberschuss zusammen. Der aktuelle Garantiezins liegt derzeit bei 2,25% und bezieht sich auf den Sparanteil.

Leider repräsentiert der Sparanteil nicht den kompletten monatlichen Beitrag den ein Versicherungsnehmer aufwendet, da der Beitrag um Verwaltungs- und anteilige Vertriebskosten reduziert wird. Der dann verbleibende Betrag wird als Sparanteil bezeichnet.

Geht man von einem Kostenfaktor in Höhe von 5% aus und einem monatlichen Bruttobeitrag von 100 Euro, so würde der Sparanteil der Versicherung bei 95 Euro liegen. Die Nettorendite auf die eingesetzten 100 Euro würde bei einer Überschussverzinsung in Höhe von 4% in diesem Beispiel auf 3,84% sinken.

Für Rentenversicherungsverträge, die sich schon in der Auszahlungsphase befinden kann die Nürnberger Lebensversicherungsgesellschaft die Gesamtverzinsung ebenfalls konstant bei 4,25% für das Jahr 2011 zusagen. Damit bleiben die monatlichen Rentenzahlungen unverändert.

Die Nürnberger Lebensversicherung liegt mit einer Gesamtverzinsung von 4,00% im Mittelfeld der deutschen Lebens- und Rentenversicherungsunternehmen. Denn teilweise werden noch Gesamtverzinsungen angeboten die deutlich über 4,0% liegen.

Trotzdem handelt es sich bei der Nürnberger Lebensversicherung um ein sehr solides Versicherungsunternehmen. Dies wird auch regelmäßig von unabhängigen Ratingagenturen wie Standard & Poor´s, Fitch oder auch Morgen & Morgen bestätigt.

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Für gesetzlich Krankenversicherte wird es ab Januar 2011 wieder teurer. Denn der Gesetzgeber hat beschlossen, dass der Beitragssatz nun doch wieder von 14,9% auf 15,5% steigen wird.

Die Änderung tritt zum 01. Januar 2011 in Kraft, so dass die meisten Arbeitnehmer zu Beginn des Jahres etwas weniger Geld von Ihrem Arbeitgeber überwiesen bekommen. Zwar wird im gleichen Reformentwurf die Beitragsbemessungsgrenze von 45.000 Euro auf 44.550 Euro sinken, doch kann dies den Anstieg von 0,6% Prozentpunkten nicht ausgleichen. Zumal nur wirklich hohe Einkommen von der Reduzierung der Beitragsbemessungsgrenze profitieren.

Hier ein paar Zahlenbeispiele:
Durch die Erhöhung steigt der Höchstbeitrag zur GKV auf 575,44 Euro an. Bisher lag der Höchstbeitrag bei 558,75 Euro. Dies entspricht einer prozentualen Erhöhung von 2,99%.

Hinzu kommt ja noch der Beitrag für die Pflegeversicherung in Höhe von 72,39 Euro bzw. 81,68 Euro für Kinderlose, ab Vollendung des 23. Lebensjahr.

Ein gutverdienender Single ohne Kinder bezahlt ab Januar 2011 für den gleichen Versicherungsschutz immerhin sage und schreibe 657,12 Euro.

Unberücksichtigt bei dieser Höchstbeitragsberechnung ist ein eventueller Zusatzbeitrag der Krankenkasse. (Der Zusatzbeitrag ist ab 2011 nicht mehr wie bisher auf 1% des beitragspflichtigen Bruttoeinkommens begrenzt.)

Überschreitet dieser oben genannte Single im Jahr 2010 oder 2011 erstmals die Jahresarbeitsentgeltgrenze so hat er nun schon die Möglichkeit nach einem Jahr in die private Krankenversicherung zu wechseln, da zum Januar 2011 die 3-Jahresfrist aus dem Jahre 2007 wieder abgeschafft wurde.

Alles in allem geht der Trend im deutschen Gesundheitswesen unaufhaltsam weiter. Die Kosten steigen von Jahr zu Jahr, die Leistungen bleiben auf gleichen Niveau oder werden teilweise sogar reduziert. Da stellt sich vielen doch die Frage, wo das Ende soll. Eine Antwort muss man ohne Glaskugel jedoch schuldig bleiben.

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Am 17. Dezember hat nun auch der Bundesrat die neue Gesundheitsreform beschlossen. Das Gesetz tritt zum 31.12.2010 in Kraft und bringt auch eine große Erleichterung beim Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung.

Denn mit dem neuen Gesetz fällt die im Jahr 2007 eingeführte 3-Jahresfrist. In der Vergangenheit musste ein Arbeitnehmer drei Jahre in Folge die Jahresarbeitentgeltgrenze überschreiten, um dann als freiwilliges Mitglied das Wechselrecht zu einer privaten Krankenversicherung zu erhalten.

Ab dem 1. Januar ist nur noch ein Jahr notwendig. Wer also im Jahr 2010 mit seinem Bruttoeinkommen mehr als 49.950 Euro verdient hat, kann ab dem Januar entscheiden, ob er der gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin treu bleibt oder doch lieber das bessere Leistungsniveau einer privaten Krankenversicherung in Anspruch nimmt.

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen werden Ihre Mitglieder voraussichtlich erst Mitte Januar über den Statuswechsel von Pflichtmitglied auf freiwilliges Mitglied informieren. Trotzdem ist ein Versicherungsbeginn zum 01. Januar ohne Probleme möglich, da GKV-Versicherte innerhalb von 2 Wochen ab Zugang des Schreibens die Möglichkeit haben sich rückwirkend zum 1. Januar zu versichern.

Trotz der neu gewonnenen Freiheit, sollte man gut überlegen, ob ein Wechsel von der GKV in die PKV stattfinden soll. Als Familienvater muss man berücksichtigen, dass die PKV keine kostenlose Familienversicherung kennt. So muss man unter Umnständen auch eine Beitragszahlung für Kinder oder die Ehefrau mit einkalkuliert.

Dennoch ist wohl jedem klar, das wenn man die Kosten einmal vernachlässigt, die GKV in Sachen Leistung der PKV nur sehr schwer das Wasser reichen kann.

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18
Dez

Heute hatte ich ein nettes Schreiben der Canada Life im Briefkasten. Herr Soboll Hauptbevollmächtiger der Canada Life in Deutschland bedankt sich mit diesem Schreiben bei seinen Vertriebspartnern für die letzten 10 Jahre. Denn solange ist die Canada Life nun schon auf dem deutschen Versicherungsmarkt aktiv. Und ich muss wirklich sagen, dass ich nach wie vor von der Produktqualität der Canada Life überzeugt bin.

Denn als einzige Gesellschaft, die dem britischen LV-Sektor zugeordnet wird, hatte die Canada Life Mitte 2010 mit der Meldung überrascht, dass durch ein geändertes Kalkulationsverfahren die Ablaufleistungen der Verträge erhöht werden konnten. Das freut doch nicht nur mich als Vermittler, sondern natürlich auch meine Kunden. Und die dankten es dann sowohl mir als auch der Canada Life mit entsprechenden Vertragsabschlüssen.

Als Anlage zu diesem kleinen Dankesschreiben, war eine Pressemappe mit Artikeln renommierte Fachzeitschriften enthalten. Es war sehr interessant zu lesen, was die Fachrresse die letzten 10 Jahre zu berichten hat und wie gut die Canada Life nach wie vor aufgestellt ist.

Es zahlt sich eben doch aus, wenn ein Versicherungsunternehmen mit innovativen Produkten aufwarten kann.

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30
Nov

Seit 2010 ist nun jeder Autofahrer verpflichtet seine Reifenwahl der Witterungslage anzupassen. Heißt im Klartext, wenn es draußen glatt ist und die Straßen schneebedeckt sind, sollten Winterreifen am Auto montiert sein.

Ist dies nicht der Fall und man kommt in eine Polizeikontrolle, so wird ein Bußgeld fällig. Der Gesetzgeber hat dass Bußgeld für die Winterreifenpflicht in zwei Stufen unterteilt. Wird man bei Schnee, Eis oder Matsch mit Sommerreifen erwischt zahlt man 40 Euro. Und bei einer Verkehrsgefährdung werden sogar 80 Euro fällig. Und zusätzlich bekommt man auch noch zwei Punkte auf das Konto in Flensburg gutgeschrieben.

Winterreifenmuffel sollten sich also gut überlegen, ob es sich tatsächlich lohnt auf die Anschaffung entsprechender Winterreifen zu verzichten. Denn hält der Winter lange an, so ist die Gefahr erwischt zu werden auch entsprechend höher.

Neben der eigenen Sicherheit sollte man aber auch berücksichtigen, dass die vorgeschriebene Winterreifenpflicht Auswirkungen auf den Versicherungsschutz hat. So kann der Kaskoversicherer einen Teil der Leistung verweigern, weil ein Autofahrer ohne Winterreifen sich nicht auf die winterlichen Wetterbedingungen eingestellt hat. In diesem Fall kann die Versicherung dem Versicherungsnehmer ein grob fahrlässige Verhalten unterstellen und damit den Versicherungsschutz zum Teil aushebeln. Und auch der KfZ-Haftpflichtversicherer kann den Fahrer in Mithaftung nehmen, wenn ein Unfall auf falsche Reifen zurückzuführen ist.

Deshalb sollte man im Winter nicht an der falschen Stelle sparen und rechtzeitig Winterreifen kaufen und aufziehen. So kann man getrost jeder Polizeikontrolle entgegensehen und sollte dennoch mal etwas passieren, genießt man vollen Versicherungsschutz.

In diesem Sinne, unfallfreie Fahrt!

Heute hat uns eine interessante Frage zum Bürgerentlastungsgesetz erreicht. “Wir wirken sich eigentlich Beitragsrückerstattungen auf die steuerliche Abzugsfähigkeit meiner Krankenversicherungsbeiträge aus?”

Die Antwort ist recht einfach und dennoch möchten wir das Thema etwas ausführlicher beleuchten. Am 10.07.2009 hatte der Bundesrat dem Gesetzentwurf zum Bürgerentlastungsgesetz zugestimmt. Um die Bürger finanziell weiter zu entlasten wurde beschlossen das Beiträge zur Krankenversicherung ab 2010 steuerlich wesentlich stärker berücksichtigt werden, als dies bisher der Fall war.

Bisher wurden Krankenversicherungsbeiträge im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt. Arbeitnehmer konnten hier jedoch maximal einen Betrag von 1.500 Euro pro Jahr geltend machen. Wer die Versicherungsbeiträge komplett selbst getragen hatte (Bsp.: Selbständige) konnte einen Betrag von 2.400 Euro steuerlich absetzen. Mit diesen Summen konnten gutverdienende Arbeitnehmer jedoch nur einen Bruchteil der gezahlten Krankenversicherungsbeiträge von der Steuer absetzen.

Seite 2010 gibt es für die Krankenversicherung nun keine fixe Grenze mehr, die Abzugsmöglichkeiten sind nun wie folgt formuliert:

“Ab 2010 werden alle Beiträge des Steuerpflichtigen für sich oder eine ihm gegenüber unterhaltsberechtigte Person (z. B. seinen Ehegatten sowie seine Kinder) zu einer Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherung berücksichtigt. Einen Höchstbetrag gibt es nicht, so dass alle vom Steuerpflichtigen tatsächlich aufgewandten Beiträge als Sonderausgaben angesetzt werden können.”

Und der Knackpunkt bezüglich der oben gestellten Frage ist hier das Wort “tatsächlich”. Denn erhält man eine Beitragsrückerstattung, weil man für einen bestimmten Zeitraum gegenüber der privaten Krankenversicherung leistungsfrei geblieben ist, so bekommt man ja einen Teil des zuvor tatsächlich bezahlten Beitrags wieder gutgeschrieben.

Und hier nun die Antwort auf die Frage: Die Beitragsrückerstattung (=Gutschrift) mindert den steuerlich möglichen Abzugsbetrag im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetz.

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